Cafés und Restaurants suchen nach der perfekten Positionierung

Mit Positionierung ist nicht die Lage des Lokales gemeint, sondern die Positionierung als Marke. Nicht nur Sportartikel– und Automobilhersteller rücken ihr Bild als Marke ins rechte Licht, auch bei Kleinbetrieben wie Restaurants, Handwerkern oder Cafés ergibt es großen Sinn. Als prominentes Beispiel gelten die vielen Fernsehköche, die es mittlerweile gibt. Die Köche, die dem Publikum vor laufender Kamera zeigen, was am Herd alles möglich ist, inszenieren sich dabei selbst als eine Art Markenprodukt. Sie bauen den Wert ihres eigenen Namens immer weiter aus, und mit diesem Namen lassen sich dann spielend leicht Produkte aus der Lebensmittelbranche vermarkten. Aber auch ihre eigenen Restaurants profitieren im hohen Maße von der TV-Karriere, denn viele Gäste wollen einmal selbst erleben, wie gut das Essen des berühmten Kochs denn nun wirklich ist.

Jeder dieser Köche versucht sich nun dem Publikum auf eine bestimmte Art und Weise zu präsentieren, der eine macht es über die Küche aus der Heimat, der andere zeigt sich besonders experimentierfreudig und wieder einer als besonders elitär oder international. Diese Festlegung auf eine bestimmte Küche wird im Marketing als Positionierung bezeichnet. Für dauerhaften Erfolg ist dies extrem wichtig.

Was können denn nun die kleinen Cafés und Restaurants tun, die über keinerlei Präsenz in den Medien verfügen?

Mehr als manch einer glaubt, auch hier hängt der wirtschaftliche Erfolg sehr stark mit einer erfolgreichen Positionierung zusammen.

Ein erfolgreiches Beispiel kommt aus Köln, hier kann man seine Lieblings-Torte verschicken. Die Betreiber hätten sich damit begnügen können, ein kleines Café zu eröffnen und dann das Beste zu hoffen. Stattdessen wurde mit viel Akribie ein Konzept erarbeitet, das so gut gelungen ist, dass es noch viele weitere Artikel verdient hätte. Torten werden dort nicht nur individuell gebacken, sie werden auch zeitnah bundesweit zugestellt. Kunden können sich aus einer Vielzahl an Optionen ihre Wunschtorte backen und innerhalb kürzester Zeit zustellen lassen. Zu allen Themen und Anlässen gibt es die passende Torte. Ganz wichtig, es gibt dort auch nur Torten und nichts anderes. Dies klingt banal, ist es aber nicht. Denn viele Unternehmer glauben, sie müssten ein möglichst großes und breites Angebot besitzen, um finanziell erfolgreich zu sein. Doch das Gegenteil ist meist der Fall.

Ein zu breites Angebot macht es dem Kunden schwer, das jeweilige Unternehmen mit etwas Bestimmtem oder Besonderem in Verbindung zu bringen. Solche Geschäftsmodelle, die versuchen, alles zu bieten, ohne in irgendetwas richtig gut zu sein, haben es immer schwerer. Hier kann weniger oft mehr sein, mit einer klaren Positionierung auf ein bestimmtes Produkt oder einer besonderen Dienstleistung. So kann man sich viel einfacher von der Konkurrenz abheben. Ebenso ist es auf diese Weise viel einfacher, vom Kunden als Experte wahrgenommen zu werden, es ergeben sich die vielfältigsten Möglichkeiten, sich als solcher zu präsentieren. Dies ist am Anfang etwas mühselig und es kostet viel Zeit und Energie, ein solches Konzept zu erstellen und dann in die Tat umzusetzen. Unser Beispiel zeigt jedoch, dass dieser zusätzliche Aufwand sehr lohnenswert sein kann.

Spitzenköchinnen stürmen die Männerbastion Küche

Es mag manchen Leser wundern aber tatsächlich gehören Frauen immer noch zu einem seltenen Anblick in vielen deutschen Restaurants und Küchen. In unterstützenden Rollen sind sie akzeptiert, aber nur selten führt eine Frau ein Team von Männern in Deutschlands bekanntesten Restaurants. Doch woran liegt es? Ist der Job für Frauen einfach nicht attraktiv genug? Sind die harten Arbeitszeiten, der raue Umgangston und die schlechte Work-Life-Balance ausschlaggebend? Tatsächlich ist es für viele junge Frauen schwierig, einen Ausbildungsplatz in der heiß umkämpften Branche zu bekommen. Oftmals erhalten sie nicht einmal eine Absage sondern werden von vornherein aus gesiebt. Wenn man als Frau trotzdem diesen schwierigen Weg gehen will, braucht man eine ganze Menge Durchhaltevermögen und Willenskraft. Angenommen zu werden ist natürlich nur der erste Schritt. Die Ausbildung zur Köchin ist hart und anstrengend. Oftmals werden die Auszubildenden schlecht bezahlt und müssen viele Überstunden leisten, die in der Branche nun einmal normal sind. Trotzdem entscheiden sich immer mehr Frauen für diesen Beruf.

In einer Männerwelt

Viele Köchinnen stehen alleine mit fast ausschließlich männlichen Teams und Mitarbeitern in der Küche. Das ist natürlich nicht immer einfach. Viele Frauen in dieser Position müssen um Respekt kämpfen, da sie sonst oftmals nicht ernst genommen werden. Mittlerweile sprechen einige Branchenexperten auch schon über Möglichkeiten, Frauen in diesen Berufen zu unterstützen. Spezielle Quoten, finanzielle Anreize oder gesetzlich gesicherte Arbeitszeiten wären Möglichkeiten, diesen Beruf wieder interessanter für Frauen zu gestalten. Ob diese Möglichkeiten sinnvoll oder gar notwendig sind, darüber wird sich derzeit in der Branche gestritten. Tatsache ist, dass eine neue Generation von jungen Frauen heranwächst, die mit alten Rollenbildern nichts mehr anzufangen weiß. Gerade in den großen Städten wie Köln, Hamburg oder auch Berlin öffnen viele kleine Restaurants, die von jungen Frauen geleitet werden. Hier stehen sie selbst in der Küche und sind ihr eigener Chef. Für viele von ihnen ist das attraktiver als in großen Küchen mit vielen Männern zu arbeiten, in welchen sie oftmals angefeindet werden und Vorurteilen ausgesetzt sind. Der Erfolg dieser kleinen, von Frauen geführten Restaurants spricht dabei oftmals für sich.

Der Einstieg in die Branche

Ob als Frau oder als Mann, als Koch oder Köchin zu arbeiten ist schwer. Die erste Hürde ist dabei oftmals, einen Ausbildungsbetrieb zu finden. Angehende Auszubildende benötigen hier garantiert ein dickes Fell und eine Menge Ausdauer. Die Glücklichen, die einen der raren Ausbildungsplätze ergattert haben, müssen sich bereit machen, viele Überstunden leisten zu müssen. Kurze Nächte und lange Arbeitstage gehören zum Standard in der Branche. Sehr wichtig ist es auch, die passende Kleidung zu kaufen. Hier finden Sie die passende Outdoorbekleidung und die richtigen Kleidungsstücke für die Küche. Der Stolz eines jeden Kochs ist natürlich ein schönes Paar Messer. Hier ist das Angebot beinahe grenzenlos und undurchschaubar. Entscheidend ist hier die Qualität. Gerade als junger Auszubildender mit wenig Geld ist man dazu geneigt, möglichst viel Geld zu sparen und ein billiges Messerset zu kaufen. Das ist allerdings oftmals ein Fehler. Besser ist es, wie bei der Kleidung auch, in Qualität zu investieren und hochwertige Produkte zu kaufen.